Regelalgorithmus (S7-300, S7-400, S7-1500) - PID

PID Basisfunktionen einsetzen (S7-300, S7-400, S7-1500)

ft:publication_title
PID Basisfunktionen einsetzen (S7-300, S7-400, S7-1500)
Product
PID
Version
V20
Publication date
11/2024
Language
de-DE
Regelalgorithmus

Allgemein

  1. Geben Sie die "Abtastzeit PID-Algorithmus" ein.
    Die Regler-Abtastzeit sollte 10 % der ermittelten Integrationszeit des Reglers (TI) nicht übersteigen.

  2. Wenn die Reglerstruktur einen P-Anteil enthält, geben Sie die "Proportionalverstärkung" ein.
    Eine negative Proportionalverstärkung invertiert den Regelsinn.

P-Anteil

Bei Änderungen des Sollwerts kann es durch den P-Anteil zu Überschwingern kommen. Über die Gewichtung P-Anteil können Sie wählen, wie stark der P-Anteil bei Sollwertänderungen wirken soll. Die Abschwächung des P-Anteils wird durch eine Kompensation am I-Anteil erreicht.

  1. Um den P-Anteil bei Sollwertänderungen abzuschwächen, geben Sie die "Gewichtung P-Anteil" ein.

    • 1.0: P-Anteil bei Sollwertänderung voll wirksam

    • 0.0: P-Anteil bei Sollwertänderung nicht wirksam

I-Anteil

Bei Begrenzung des Stellwerts wird der I-Anteil angehalten. Bei einer Regeldifferenz, die den I-Anteil in Richtung innerer Stellbereich bewegt, wird der I-Anteil wieder freigegeben.

  1. Wenn die Reglerstruktur einen I-Anteil enthält, geben Sie die "Integrationszeit" ein.
    Bei einer Integrationszeit von 0.0 ist der I-Anteil ausgeschaltet.

  2. Um den I-Anteil mit einem Initialisierungswert zu belegen, aktivieren Sie das Optionskästchen "I-Anteil initialisieren" und geben Sie den "Initalisierungswert" ein.
    Bei Neustart oder COM_RST = TRUE wird der I-Anteil auf diesen Wert gesetzt.

D-Anteil

  1. Wenn die Reglerstruktur einen D-Anteil enthält, geben Sie die Differenzierzeit (TD) und den Koeffizienten DT1 (D_F) ein.
    Bei zugeschaltetem D-Anteil sollte folgende Gleichung eingehalten werden:
    TD = 0.5 × CYCLE× D_F.
    Daraus wird die Verzögerungszeit berechnet nach der Formel:
    Verzögerungszeit = TD/D_F

PD-Regler mit Arbeitspunkt parametrieren

  1. Geben Sie die Integrationszeit 0.0 ein.

  2. Aktivieren Sie das Optionskästchen "I-Anteil initialisieren".

  3. Geben Sie als Initialisierungswert den Arbeitspunkt ein.

P-Regler mit Arbeitspunkt parametrieren

  1. Parametrieren Sie einen PD-Regler mit Arbeitspunkt.

  2. Geben Sie die Differenzierzeit 0.0 ein.
    Der D-Anteil wird deaktiviert.

Regelzone

Die Regelzone begrenzt den Wertebereich der Regeldifferenz. Wenn die Regeldifferenz außerhalb dieses Wertebereichs liegt, werden die Stellwertgrenzen verwendet.

Beim Eintritt in die Regelzone führt der zugeschaltete D-Anteil zu einem sehr schnellen Reduzieren der Stellgröße. Daher ist die Regelzone nur bei eingeschaltetem D-Anteil sinnvoll. Ohne Regelzone würde im Wesentlichen nur der sich reduzierende P-Anteil die Stellgröße reduzieren. Die Regelzone führt zu einem schnelleren Einschwingen ohne Über-/Unterschwingen, wenn die ausgegebene minimale oder maximale Stellgröße weit von der für den neuen Arbeitspunkt stationär notwendigen Stellgröße entfernt ist.

  1. Aktivieren Sie in der Gruppe "Regelzone" das Optionskästchen "Aktivieren".

  2. Geben Sie im Eingabefeld "Breite" einen Wert ein, den der Istwert nach oben und unten vom Sollwert abweichen darf.