Es gibt die folgenden Möglichkeiten zur Optimierung:
-
Erstoptimierung
-
Nachoptimierung
-
Manuelle Nachoptimierung im Regelbetrieb
Erstoptimierung
Während dieser Optimierung wird der Arbeitspunkt aus dem kalten Zustand durch einen Sollwertsprung angefahren.
Mit TUN_ON = TRUE stellen Sie die Optimierbereitschaft her. Der Regler wechselt von PHASE = 0 nach PHASE = 1.
Die Optimierungs-Stellgröße (LMN0 + TUN_DLMN) wird durch Sollwertänderung aufgeschaltet (Übergang Phase 1 -> 2). Der Sollwert wird erst bei Erreichen des Wendepunktes wirksam (erst dann wird in den Automatikbetrieb geschaltet).
Sie legen das Delta der Stellanregung (TUN_DLMN) entsprechend der zulässigen Istwertänderung in Eigenverantwortung fest. Das Vorzeichen von TUN_DLMN muss entsprechend der beabsichtigten Istwertänderung sein (Regelsinn berücksichtigen).
Der Sollwertsprung und TUN_DLMN müssen aufeinander abgestimmt sein. Ein zu großes TUN_DLMN birgt die Gefahr, dass der Wendepunkt nicht innerhalb von 75 % des Sollwertsprunges gefunden wird.
TUN_DLMN muss aber so groß sein, dass der Istwert mindestens 22 % des Sollwertsprunges erreicht. Sonst bleibt das Verfahren im Optimierbetrieb (Phase 2).
Abhilfe: Verringern des Sollwerts während der Wendepunktsuche.
|
Hinweis Bei stark verzögerten Prozessen ist es ratsam, den Zielsollwert bei einer Optimierung etwas tiefer zu legen als den gewünschten Arbeitspunkt und die Statusbits sowie PV genau zu beobachten (Gefahr des Überschwingens). Optimierung nur im linearen Bereich: Bestimmte Regelstrecken (z. B. Zink- oder Magnesium-Schmelztiegel) durchlaufen kurz vor dem Arbeitspunkt einen nichtlinearen Bereich (Änderung des Aggregatzustands). Durch geschickte Wahl des Sollwertsprunges kann die Optimierung auf den linearen Bereich begrenzt werden. Hat der Istwert 75 % des Sollwertsprungs (SP_INT-PV0) durchlaufen, wird die Optimierung beendet. Parallel dazu sollte TUN_DLMN so weit reduziert werden, damit der Wendepunkt mit Sicherheit vor Erreichen von 75 % des Sollwertsprunges gefunden wird. |
Nachoptimierung
Während dieser Optimierung wird der Prozess bei konstantem Sollwert durch einen Stellwertsprung angeregt.
Die Optimierungs-Stellgröße (LMN0 + TUN_DLMN) wird durch Setzen des Start-Bits TUN_ST aufgeschaltet (Übergang Phase 1 -> 2). Wenn Sie den Sollwert verändern, wird der neue Sollwert erst bei Erreichen des Wendepunktes wirksam (erst dann wird in den Automatikbetrieb geschaltet).
Sie legen das Delta der Stellanregung (TUN_DLMN) entsprechend der zulässigen Istwertänderung in Eigenverantwortung fest. Das Vorzeichen von TUN_DLMN muss entsprechend der beabsichtigten Istwertänderung sein (Regelsinn berücksichtigen).
| Achtung | |
|
Bei Anregung über TUN_ST gibt es kein Sicherheitsabschalten bei 75 %. Die Optimierung wird bei Erreichen des Wendepunktes beendet. Bei rauschbehafteten Strecken kann jedoch der Wendepunkt deutlich überschritten werden. |
|
Manuelle Nachoptimierung im Regelbetrieb
Um ein überschwingfreies Sollwertverhalten zu erreichen, können Sie folgende Maßnahmen ergreifen:
-
Regelzone anpassen
-
Führungsverhalten optimieren
-
Regelparameter dämpfen
-
Regelparameter ändern