Beschreibung
Die Anweisung empfängt einen Alarm samt der zugehörigen Information von einer Peripheriebaugruppe (zentraler Aufbau) bzw. einer Komponente eines DP-Slaves oder eines PROFINET IO-Devices und stellt diese Information an seinen Ausgangsparametern zur Verfügung.
Die Information in den Ausgangsparametern enthält sowohl die Startinformation des aufgerufenen OB als auch Informationen aus der Alarmquelle.
Rufen Sie die Anweisung nur innerhalb desjenigen Alarm-OB auf, den das Betriebssystem der CPU aufgrund des zu untersuchenden Alarms aus der Peripherie gestartet hat.
|
Hinweis Wenn Sie die Anweisung in einem OB aufrufen, dessen Startereignis kein Alarm aus der Peripherie ist, stellt Ihnen die Anweisung an ihren Ausgängen entsprechend weniger Information zur Verfügung. Achten Sie darauf, dass Sie beim Aufruf der Anweisung in verschiedenen OBs unterschiedliche Instanz-DBs verwenden. Falls Sie die aus einem "RALRM"-Aufruf resultierenden Daten außerhalb des zugehörigen Alarm-OB auswerten, sollten Sie sogar pro OB-Startereignis einen eigenen Instanz-DB benutzen. |
|
Hinweis Die Schnittstelle der Anweisung "RALRM" ist identisch mit der des in der Norm "PROFIBUS and PROFINET Guideline Communication Function Blocks on PROFIBUS DP and PROFINET IO" definierten FB "RALRM". |
Aufruf von "RALRM"
Die Anweisung können Sie in drei verschiedenen Betriebsarten (MODE) aufrufen, die in der folgenden Tabelle erläutert werden.
|
MODE |
RALRM ... |
|---|---|
|
0 |
... zeigt die Alarm auslösende Komponente im Ausgangsparameter ID an und beschreibt den Ausgangsparameter NEW mit TRUE. |
|
1 |
... beschreibt sämtliche Ausgangsparameter unabhängig von der Alarm auslösenden Komponente. |
|
2 |
... prüft, ob die im Eingangsparameter F_ID angegebene Komponente den Alarm ausgelöst hat.
|
Parameter
Die folgende Tabelle zeigt die Parameter der Anweisung "RALRM":
|
Parameter |
Deklaration |
Datentyp |
Speicherbereich |
Beschreibung |
|---|---|---|---|---|
|
MODE |
Input |
INT |
E, A, M, D, L oder Konstante |
Betriebsart |
|
F_ID |
Input |
DWORD |
E, A, M, D, L oder Konstante |
logische Anfangsadresse der Komponente (Baugruppe bzw. Modul), von der Alarme empfangen werden sollen |
|
MLEN |
Input |
INT |
E, A, M, D, L oder Konstante |
maximale Länge der zu empfangenen Alarminformation in Bytes |
|
NEW |
Output |
BOOL |
E, A, M, D, L |
Ein neuer Alarm wurde empfangen. |
|
Output |
DWORD |
E, A, M, D, L |
Fehlercode der Anweisung bzw. des DP-Masters |
|
|
ID |
Output |
DWORD |
E, A, M, D, L |
logische Anfangsadresse der Komponente (Baugruppe bzw. Modul), von der ein Alarm empfangen wurde |
|
LEN |
Output |
INT |
E, A, M, D, L |
Länge der empfangenen Alarminformation |
|
InOut |
ANY |
E, A, M, D, L |
(task information) Zielbereich für OB-Startinformation und Verwaltungsinformation Hinweis: Beachten Sie, dass der Parameter TINFO bei S7-300-CPUs immer die vollständige Angabe der DB-Parameter erfordert (Bsp.: P#DB13.DBX0.0 Byte 100). Das Weglassen einer expliziten DB-Nr. ist für S7-300-CPUs unzulässig und führt zu einer Fehlermeldung im Anwenderprogramm. |
|
|
InOut |
ANY |
E, A, M, D, L |
(alarm information) Zielbereich für Kopfinformation und Alarmzusatzinformation Für AINFO sollten Sie eine Länge von mindestens MLEN Bytes vorsehen. Hinweis: Beachten Sie, dass der Parameter AINFO bei S7-300-CPUs immer die vollständige Angabe der DB-Parameter erfordert (Bsp.: P#DB13.DBX0.0 Byte 100). Das Weglassen einer expliziten DB-Nr. ist für S7-300-CPUs unzulässig und führt zu einer Fehlermeldung im Anwenderprogramm. |
|
Weitere Informationen zu den gültigen Datentypen finden Sie unter "Übersicht über die gültigen Datentypen".
|
Hinweis Falls Sie den Zielbereich TINFO bzw. AINFO zu kurz wählen, kann die Anweisung nicht die gesamte Information eintragen. Siehe auch: Zielbereich TINFO und AINFO. |