Beschreibung
Mit der Anweisung "PARM_MOD" übertragen Sie alle Datensätze einer Baugruppe, die Sie projektiert haben, zur Baugruppe. Dabei ist es ohne Bedeutung, ob die Datensätze statisch oder dynamisch sind.
Parameter
Die folgende Tabelle zeigt die Parameter der Anweisung "PARM_MOD":
|
Parameter |
Deklaration |
Datentyp |
Speicherbereich |
Beschreibung |
|---|---|---|---|---|
|
REQ |
Input |
BOOL |
E, A, M, D, L |
REQ= 1: Anforderung zu Schreiben |
|
IOID |
Input |
BYTE |
E, A, M, D, L oder Konstante |
Kennung des Adressbereichs:
Handelt es sich um eine Mischbaugruppe, ist die Bereichskennung der niedrigeren Adresse anzugeben. Bei gleichen Adressen ist B#16#54 anzugeben. |
|
LADDR |
Input |
WORD |
E, A, M, D, L oder Konstante |
Logische Basisadresse der Baugruppe. Bei einer Mischbaugruppe ist die kleinere der beiden Adressen anzugeben. |
|
RET_VAL |
Return |
INT |
E, A, M, D, L |
Tritt während der Bearbeitung der Anweisung ein Fehler auf, enthält der Rückgabewert einen Fehlercode. |
|
BUSY |
Output |
BOOL |
E, A, M, D, L |
BUSY = 1: Der Schreibvorgang ist noch nicht beendet. |
Weitere Informationen zu den gültigen Datentypen finden Sie unter "Übersicht über die gültigen Datentypen".
Fehlerinformationen
Bei den "echten" Fehlerinformationen (Fehlercodes W#16#8xyz) sind zwei Fälle zu unterscheiden:
-
Temporäre Fehler (Fehlercodes W#16#80A2 bis 80A4, 80Cx):
Bei dieser Fehlerart ist es möglich, dass sich der Fehler ohne Ihr Zutun behebt, d. h. es ist sinnvoll, dass Sie die Anweisung erneut aufrufen (ggf. mehrfach).
Beispiel für einen temporären Fehler: Benötigte Betriebsmittel sind momentan belegt (W#16#80C3).
-
Permanente Fehler (Fehlercodes W#16#809x, 80A1, 80Bx, 80Dx):
Bei dieser Fehlerart kann sich der Fehler nicht ohne Ihr Zutun beheben. Ein erneuter Aufruf der Anweisung ist erst wieder sinnvoll, wenn Sie den Fehler beseitigt haben.
Beispiel für einen permanenten Fehler: Falsche Länge des zu übertragenden Datensatzes (W#16#80B1).
Hinweis
Wenn Sie mit einer der Anweisungen WR_PARM, WR_DPARM oder PARM_MOD Datensätze zu einem DPV1-Slave übertragen und dieser im DPV1-Mode arbeitet, bewertet der DP-Master die vom Slave erhaltene Fehlerinformation wie folgt:
Liegt die Fehlerinformation in den Bereichen W#16#8000 bis W#16#80FF oder W#16#F000 bis W#16#FFFF, reicht der DP-Master die Fehlerinformation an die ANweisung weiter. Liegt sie außerhalb, gibt er den Wert W#16#80A2 an die Anweisung und suspendiert den Slave.
Anzeigen für die Anweisungen "RD_DPARM", "WR_PARM", "WR_DPARM" und "PARM_MOD"
Parameter RET_VAL
|
Fehlercode (W#16#...) |
Erläuterung |
Einschränkung |
|---|---|---|
|
0000 |
kein Fehler |
- |
|
7000 |
Erstaufruf mit REQ=0: keine Datenübertragung aktiv; BUSY hat den Wert 0. |
- |
|
7001 |
Erstaufruf mit REQ=1: Datenübertragung angestoßen; BUSY hat den Wert "1". |
Dezentrale Peripherie |
|
7002 |
Zwischenaufruf (REQ irrelevant): Datenübertragung bereits aktiv; BUSY hat den Wert "1". |
Dezentrale Peripherie |
|
8090 |
Angegebene logische Basisadresse ungültig: Es ist keine Zuordnung im SDB1/SDB2x vorhanden, oder es ist keine Basisadresse. |
- |
|
8092 |
In ANY-Referenz ist eine Typangabe ungleich BYTE angegeben. |
|
|
8093 |
Für die über LADDR und IOID ausgewählte Baugruppe ist diese Anweisung nicht zulässig. (Zulässig sind S7-300-Baugruppen bei S7‑300, S7-400-Baugruppen bei S7-400, S7-DP-Baugruppen bei S7-300 und S7-400.) |
- |
|
80A1 |
Negative Quittung beim Senden des Datensatzes zur Baugruppe (Baugruppe während des Sendens gezogen oder Baugruppe defekt) |
1) |
|
80A2 |
DP-Protokollfehler bei Layer 2, evtl. Hardware-/Schnittstellenfehler im DP-Slave |
Dezentrale Peripherie 1) |
|
80A3 |
DP-Protokollfehler bei User Interface/User |
Dezentrale Peripherie 1) |
|
80A4 |
Kommunikation am K-Bus gestört |
Fehler tritt auf zwischen CPU und externer DP-Anschaltung 1) |
|
80B0 |
Anweisung für Baugruppentyp nicht möglich, oder die Baugruppe kennt den Datensatz nicht. |
1) |
|
80B1 |
Die Länge des zu übertragenden Datensatzes ist falsch. Bei RD_DPARM: Die Länge des durch RECORD aufgespannten Zielbereichs ist zu klein. |
- |
|
80B2 |
Der projektierte Steckplatz ist nicht belegt. |
1) |
|
80B3 |
Ist-Baugruppentyp ungleich Soll-Baugruppentyp im SDB1 |
1) |
|
80C1 |
Die Daten des auf der Baugruppe vorangegangenen Schreibauftrags für denselben Datensatz sind von der Baugruppe noch nicht verarbeitet. |
1) |
|
80C2 |
Die Baugruppe bearbeitet momentan das mögliche Maximum an Aufträgen für eine CPU. |
1) |
|
80C3 |
Benötigte Betriebsmittel (Speicher etc.) sind momentan belegt. |
|
|
80C4 |
Interner temporärer Fehler. Auftrag konnte nicht ausgeführt werden. Wiederholen Sie den Auftrag. Bei häufigem Auftreten dieses Fehlers überprüfen Sie bitte ihren Aufbau auf elektrische Störquellen. |
1) |
|
80C5 |
Dezentrale Peripherie nicht verfügbar oder deaktiviert. |
Dezentrale Peripherie 1) |
|
80C6 |
Datensatzübertragung wurde abgebrochen wegen Prioritätsklassenabbruchs (Wiederanlauf oder Hintergrund) |
Dezentrale Peripherie 1) |
|
80D0 |
Im zugehörigen SDB ist kein Eintrag für die Baugruppe vorhanden. |
- |
|
80D1 |
Die Datensatznummer ist im zugehörigen SDB für die Baugruppe nicht projektiert (Die Datensatznummern >241 werden abgewiesen.). |
- |
|
80D2 |
Die Baugruppe ist laut Baugruppenkennung nicht parametrierbar. |
- |
|
80D3 |
Auf den SDB kann nicht zugegriffen werden, da er nicht vorhanden ist. |
- |
|
80D4 |
SDB-Strukturfehler: SDB-interner Zeiger zeigt außerhalb SDB |
nur bei S7-300 |
|
80D5 |
Der Datensatz ist statisch. |
Nur bei "WR_PARM" |
|
8xyy |
allgemeine Fehlerinformation Siehe auch: Fehlerauswertung mit dem Ausgangsparameter RET_VAL |
- |
|
1) kommt bei "RD_DPARM" nicht vor |
||