Definition
Ein Uhrzeitalarm ist die Ursache für den uhrzeitgesteuerten Aufruf eines Uhrzeitalarm-OBs.
Voraussetzungen für Aufruf
Damit ein Uhrzeitalarm-OB vom Betriebssystem aufgerufen werden kann, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
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Der Uhrzeitalarm-OB muss parametriert sein (Startdatum und -uhrzeit, Ausführung)
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Per Projektierung oder
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mit der Anweisung "SET_TINT" im Anwenderprogramm.
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Der Uhrzeitalarm-OB muss aktiviert sein
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Per Projektierung oder
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mit der Anweisung "ACT_TINT" im Anwenderprogramm.
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Der Uhrzeitalarm-OB darf nicht per Projektierung abgewählt worden sein.
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Der Uhrzeitalarm-OB muss in der CPU vorhanden sein.
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Falls das Stellen über die Anweisung "ACT_TINT" erfolgt, dürfen Startdatum und -uhrzeit bei einmaliger Ausführung nicht abgelaufen sein; bei periodischer Ausführung wird der Uhrzeitalarm-OB zur nächsten abgelaufenen Periode aufgerufen (Startzeitpunkt + Vielfaches der Periodendauer).
Hinweis
Sie können den Uhrzeitalarm mit dem Projektierungswerkzeug parametrieren und im Anwenderprogramm aktivieren ("ACT_TINT").
Zweck der Anweisungen "SET_TINT", "CAN_TINT", "ACT_TINT" und "QRY_TINT"
Die Anweisungen verwenden Sie, um Uhrzeitalarme
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zu stellen ("SET_TINT")
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zu stornieren ("CAN_TINT")
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zu aktivieren ("ACT_TINT")
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abzufragen ("QRY_TINT").
Auswirkungen auf den Uhrzeitalarm
Die folgende Tabelle zeigt, welche Situationen welche Auswirkungen auf den Uhrzeitalarm haben.
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Wenn ... |
dann ... |
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ein Uhrzeitalarm neu gestellt wird (Aufruf von "SET_TINT"), |
wird automatisch der laufende Uhrzeitalarm storniert. |
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der Uhrzeitalarm storniert wird (Aufruf von "CAN_TINT"), |
werden Startdatum und -uhrzeit gelöscht. Der Uhrzeitalarm muss daher zunächst neu gestellt werden, bevor er aktiviert werden kann. |
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der Uhrzeitalarm-OB nicht vorhanden ist zum Zeitpunkt des Aufrufs, |
wird automatisch ein Prioritätsklassenfehler erzeugt; d. h. das Betriebssystem ruft den OB 85 auf. Wenn der OB 85 nicht vorhanden ist, geht die CPU in den Betriebszustand STOP. |
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die Uhr synchronisiert bzw. die Uhrzeit vorgestellt wird |
Falls Startdatum/-uhrzeit beim Vorstellen übersprungen wurden:
Wenn der OB 80 nicht vorhanden ist, geht die CPU in den Betriebszustand STOP. |
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die Uhr synchronisiert bzw. die Uhrzeit zurückgestellt wird |
S7-400-CPUs und CPU 318: S7-300-CPUs: Die betroffenen Uhrzeitalarm-OBs werden alle ausgeführt. |
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1 In der Startereignisinformation des OB 80 ist verschlüsselt, welche Uhrzeitalarm-OBs durch das Vorstellen nicht aufgerufen werden konnten. Die Uhrzeit in der Startereignisinformation entspricht der vorgestellten Zeit. 2 Die Uhrzeit in der Startereignisinformation des nachgeholten Uhrzeitalarm-OBs entspricht der Startzeit des ersten übersprungenen Uhrzeitalarms. |
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Verhalten bei Neustart (Warmstart) oder Kaltstart
Bei Neustart (Warmstart) und Kaltstart werden alle im Anwenderprogramm per Anweisungen eingestellten Uhrzeitalarm-Einstellungen gelöscht. Wirksam sind dann die per Projektierung eingestellten Parameter.
Ausführung des Uhrzeitalarm-OBs
Die folgende Tabelle zeigt die unterschiedlichen Auswirkungen des Parameters "Ausführung" auf. Dieser Parameter ist einzustellen per Projektierung bzw. mit der Anweisung "SET_TINT" (Eingangsparameter PERIOD).
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Ausführung des Uhrzeitalarm-OBs |
Reaktion |
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keine (nur per Projektierung einstellbar) |
Der Uhrzeitalarm-OB wird nicht ausgeführt, auch wenn er in der CPU vorhanden ist. Umparametrieren, d. h. Uhrzeitalarm stellen ("SET_TINT") ist im Anwenderprogramm möglich. |
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einmalig |
Der Uhrzeitalarm ist nach Aufruf des Uhrzeitalarm-OBs storniert und kann neu gestellt und aktiviert werden. |
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periodisch (minütlich, stündlich, täglich, wöchentlich, monatlich, jährlich) |
Wenn Startdatum und -uhrzeit bereits abgelaufen sind zum Zeitpunkt des Aktivierens, dann unterbricht der Uhrzeitalarm-OB das zyklische Programm zum Zeitpunkt "Startdatum/-uhrzeit + Vielfaches der eingestellten Periodendauer". In sehr seltenen Fällen kann der Uhrzeitalarm-OB beim nächsten Aufruf noch in Bearbeitung sein. Folge:
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