DIS_IRT: Unterbrechungsereignis sperren (S7-300, S7-400) - STEP 7

Erweiterte Anweisungen (S7-300, S7-400)

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Erweiterte Anweisungen (S7-300, S7-400)
Product
STEP 7
Version
V20
Publication date
11/2024
Language
de-DE
DIS_IRT: Unterbrechungsereignis sperren

Beschreibung

Mit der Anweisung sperren Sie die Bearbeitung neuer Alarm- und Asynchronfehlerereignisse. Sperren heißt, dass das Betriebssystem der CPU bei einem Unterbrechungsereignis

  • weder einen Alarm-OB bzw. einen Asynchronfehler-OB aufruft,

  • noch die festgelegte Reaktion bei nicht programmiertem Alarm-OB bzw. Asynchronfehler-OB auslöst.

Die Sperre der Bearbeitung von Alarm- und Asynchronfehlerereignissen bleibt über alle Prioritätsklassen gültig. Die Sperre kann nur mit der Anweisung "EN_IRT" aufgehoben werden bzw. auch bei Neustart (Warmstart) und bei Kaltstart.

Ob das Betriebssystem das aufgetretene Alarm- bzw. Asynchronfehlerereignis in den Diagnosepuffer einträgt, ist abhängig von Ihrer Wahl des Eingangsparameters MODE.

Hinweis

Beachten Sie, dass bei Programmierung der Anweisung "DIS_IRT"alle eintreffenden Alarme verworfen werden!

Parameter

Die folgende Tabelle zeigt die Parameter der Anweisung "DIS_IRT":

Parameter

Deklaration

Datentyp

Speicherbereich

Beschreibung

MODE

Input

BYTE

E, A, M, D, L oder Konstante

Gibt an, welche Alarm- und Asynchronfehlerereignisse gesperrt werden.

OB_NR

Input

INT

E, A, M, D, L oder Konstante

OB-Nummer

RET_VAL

Return

INT

E, A, M, D, L

Tritt während der Bearbeitung der Anweisung ein Fehler auf, enthält der Rückgabewert einen Fehlercode.

Weitere Informationen zu den gültigen Datentypen finden Sie unter "Übersicht über die gültigen Datentypen".

Parameter MODE

MODE (B#16#...)

Bedeutung

00

Alle neu auftretenden Alarm- und Asynchronfehlerereignisse werden gesperrt. (Nicht gesperrt werden Synchronfehlerereignisse.) Dem Parameter OB_NR weisen Sie den Wert "0" zu. Die Einträge in den Diagnosepuffer erfolgen weiterhin.

01

Alle neu auftretenden Ereignisse einer angegebenen Alarmklasse werden gesperrt. Die Alarmklasse kennzeichnen Sie wie folgt:

  • Uhrzeitalarme: 10

  • Verzögerungsalarme: 20

  • Weckalarme: 30

  • Prozessalarme: 40

  • Alarme für DPV1: 50

  • Multicomputingalarm: 60

  • Redundanzfehleralarme: 70

  • Asynchrone Fehleralarme: 80

Die Einträge in den Diagnosepuffer erfolgen weiterhin.

02

Alle neu auftretenden Ereignisse eines angegebenen Alarms werden gesperrt. Den Alarm kennzeichnen Sie durch die OB-Nummer. Die Einträge in den Diagnosepuffer erfolgen weiterhin.

80

Alle neu auftretenden Alarm- und Asynchronfehlerereignisse werden gesperrt und sie werden auch nicht mehr in den Diagnosepuffer eingetragen. Dem Parameter OB_NR weisen Sie den Wert "0" zu. Das Betriebssystem trägt das Ereignis W#16#5380 in den Diagnosepuffer ein.

81

Alle neu auftretenden Ereignisse einer angegebenen Alarmklasse werden gesperrt und sie werden auch nicht mehr in den Diagnosepuffer eingetragen. Das Betriebssystem trägt das Ereignis W#16#5380 in den Diagnosepuffer ein.

82

Alle neu auftretenden Ereignisse eines angegebenen Alarms werden gesperrt und sie werden auch nicht mehr in den Diagnosepuffer eingetragen. Das Betriebssystem trägt das Ereignis W#16#5380 in den Diagnosepuffer ein.

Parameter RET_VAL

Fehlercode

(W#16#...)

Beschreibung

0000

Es ist kein Fehler aufgetreten.

8090

Der Eingangsparameter OB_NR enthält einen unzulässigen Wert.

8091

Der Eingangsparameter MODE enthält einen unzulässigen Wert.

8xyy

allgemeine Fehlerinformation

Siehe auch: Fehlerauswertung mit dem Ausgangsparameter RET_VAL