Beschreibung
Mit der Anweisung "Einschaltverzögerung erzeugen" verzögern Sie das Setzen des Ausgangs Q um die programmierte Zeitdauer PT. Die Anweisung wird gestartet, wenn das Verknüpfungsergebnis (VKE) am Eingang IN von "0" auf "1" wechselt (positive Signalflanke). Mit dem Start der Anweisung läuft die programmierte Zeitdauer PT ab. Wenn die Zeitdauer PT abgelaufen ist, liefert der Ausgang Q den Signalzustand "1". Der Ausgang Q bleibt so lange gesetzt, wie der Starteingang noch "1" führt. Wenn der Signalzustand am Starteingang von "1" auf "0" wechselt, wird der Ausgang Q zurückgesetzt. Die Zeitfunktion wird wieder gestartet, wenn eine neue positive Signalflanke am Starteingang erfasst wird.
Am Ausgang ET können Sie den aktuellen Zeitwert abfragen. Der Zeitwert beginnt bei T#0s und endet, wenn der Wert der Zeitdauer PT erreicht ist. Der Ausgang ET wird zurückgesetzt, sobald der Signalzustand am Eingang IN auf "0" wechselt.
Jedem Aufruf der Anweisung "Einschaltverzögerung erzeugen" muss ein Datenbereich zugeordnet werden, in dem die Anweisungsdaten gespeichert werden. Dazu wird beim Einfügen der Anweisung im Programm automatisch der Dialog "Aufrufoptionen" geöffnet, in dem Sie einen Datenbaustein (Einzelinstanz) (z. B. F_IEC_Timer_DB_1) oder eine Multiinstanz (z. B. F_IEC_Timer_Instance_1) für die Anweisung "Einschaltverzögerung erzeugen" erstellen können. Nach dem Erstellen finden Sie den neuen Datenbaustein in der Projektnavigation im Ordner "STEP 7 Safety" unter "Programmbausteine > Systembausteine" oder die Multiinstanz als lokale Variable im Abschnitt "Static" der Schnittstelle des Bausteins. Weitere Informationen dazu finden Sie in der Hilfe zu STEP 7.
Das Betriebssystem setzt die Instanzen der Anweisung "Einschaltverzögerung erzeugen" bei einem Anlauf des F-Systems zurück.
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Hinweis Die Funktionalität dieser Anweisung weicht in folgenden Punkten von der entsprechenden Standard-Anweisung TON ab:
Zum erneuten Starten der Einschaltverzögerung, nachdem PT wieder > 0 ist, wird eine neue steigende Signalflanke am Eingang IN benötigt. |
Parameter
Die folgende Tabelle zeigt die Parameter der Anweisung:
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Parameter |
Deklaration |
Datentyp |
Beschreibung |
|---|---|---|---|
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IN |
Input |
BOOL |
Starteingang |
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PT |
Input |
TIME |
Zeitdauer der Einschaltverzögerung, muss positiv sein |
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Q |
Output |
BOOL |
Ausgang, der nach dem Ablauf der Zeit PT gesetzt wird. |
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ET |
Output |
TIME |
Aktueller Zeitwert |
Anweisungsversionen
Für diese Anweisung stehen mehrere Versionen zur Verfügung:
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Version |
S7-300/400 |
S7-1200 G1 |
S7-1200 G2 |
S7-1500 |
Funktion |
|---|---|---|---|---|---|
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1.0 |
x |
— |
— |
— |
Bei der Migration von Projekten, die mit S7 Distributed Safety V5.4 SP5 erstellt wurden, wird automatisch die Version 1.0 der Anweisung verwendet. Wenn Sie ein migriertes Sicherheitsprogramm mit STEP 7 Safety Advanced erstmalig übersetzen wollen, empfehlen wir Ihnen, zuvor die Version der Anweisung auf die höchste verfügbare Version umzustellen. |
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1.1 |
x |
— |
— |
o |
Diese Versionen sind funktional identisch zur Version 1.0. |
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1.2 |
x |
o |
— |
o |
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1.3 |
x |
o |
— |
o |
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1.4 |
x |
x |
x |
x |
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Beim Anlegen einer neuen F-CPU mit STEP 7 Safety ist automatisch die höchste für die angelegte F-CPU verfügbare Version voreingestellt.
Weitere Informationen zur Verwendung von Anweisungsversionen erhalten Sie in der Hilfe zu STEP 7 unter "Anweisungsversionen verwenden".
Impulsdiagramm
Das folgende Bild zeigt das Impulsdiagramm der Anweisung "Einschaltverzögerung erzeugen":
Zeitliche Unschärfe, die durch den Aktualisierungszeitpunkt und die Toleranz der in der Anweisung verwendeten Zeitbasis entsteht
Beachten Sie dazu das Kapitel "Zeitliche Unschärfe bei Anweisungen mit Zeitverarbeitung".
Beispiel
Das folgende Beispiel zeigt die Funktionsweise der Anweisung:
Wenn der Signalzustand des Operanden "TagIn_1" von "0" auf "1" wechselt, wird die Anweisung "Einschaltverzögerung erzeugen" gestartet und die am Eingang PT parametrierte Zeitdauer (1 s) läuft ab.
Der Operand "TagOut" am Ausgang Q führt den Signalzustand "1", wenn die Zeitdauer abgelaufen ist, und bleibt so lange gesetzt, wie der Operand "TagIn_1" noch "1" führt. Der Operand ""F_DB_1".Tag_ET" enthält den aktuellen Zeitwert.