Beschreibung
Diese Anweisung unterstützt die Realisierung einer Zweihandüberwachung zur Erfüllung von Anforderungen aus ISO 13851. Zur vollständigen Erfüllung der Anforderungen aus der Norm können jedoch weitere in der Norm beschriebene Maßnahmen erforderlich sein.
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Hinweis Diese Anweisung steht nur für F-CPUs S7-300 und S7-400 zur Verfügung. Für F-CPUs S7-1200/1500 steht Ihnen die Anweisung "Zweihandüberwachung mit Freigabe" zur Verfügung. Die Anwendung "Zweihandüberwachung mit Freigabe" löst die Anweisung "Zweihandüberwachung" funktionskompatibel ab. |
Werden die Taster IN1 und IN2 innerhalb der zulässigen Diskrepanzzeit DISCTIME ≤ 500 ms betätigt (IN1/IN2 = 1) (synchrone Betätigung), wird das Freigabesignal Q auf 1 gesetzt. Wenn die Zeitdifferenz zwischen Betätigung von Taster IN1 und Taster IN2 größer als DISCTIME war, müssen die Taster losgelassen und erneut betätigt werden.
Q wird auf 0 zurückgesetzt, sobald einer der Taster losgelassen wird (IN1/IN2 = 0). Das Freigabesignal Q kann dann erst wieder auf 1 gesetzt werden, wenn auch der andere Taster losgelassen wurde und wenn danach beide Taster wieder innerhalb der Diskrepanzzeit betätigt werden. Das Freigabesignal Q kann nie auf 1 gesetzt werden, wenn die Diskrepanzzeit auf Werte < 0 oder > 500 ms eingestellt ist.
Jedem Aufruf der Anweisung "Zweihandüberwachung" muss ein Datenbereich zugeordnet werden, in dem die Anweisungsdaten gespeichert werden. Dazu wird beim Einfügen der Anweisung im Programm automatisch der Dialog "Aufrufoptionen" geöffnet, in dem Sie einen Datenbaustein (Einzelinstanz) (z. B. TWO_HAND_DB_1) oder eine Multiinstanz (z. B. TWO_HAND_Instance_1) für die Anweisung "Zweihandüberwachung" erstellen können. Nach dem Erstellen finden Sie den neuen Datenbaustein in der Projektnavigation im Ordner "STEP 7 Safety" unter "Programmbausteine > Systembausteine" oder die Multiinstanz als lokale Variable im Abschnitt "Static" der Schnittstelle des Bausteins. Weitere Informationen dazu finden Sie in der Hilfe zu STEP 7.
Die Beschaltung des Freigabeeingangs "EN" bzw. des Freigabeausgangs "ENO" ist nicht möglich. Somit wird die Anweisung (unabhängig vom Signalzustand am Freigabeeingang "EN") immer ausgeführt.
Anmerkung: An der Anweisung kann nur ein Signal pro Taster ausgewertet werden. Die Diskrepanzüberwachung des Öffner- und Schließerkontaktes der Taster IN1 und IN2 erfolgt bei entsprechender Projektierung (Auswertung der Geber: 1oo2 (2v2)-Auswertung, antivalent) direkt durch die F‑Peripherie mit Eingängen. Dabei muss der Schließerkontakt so verdrahtet werden, dass er das Nutzsignal liefert (siehe Handbuch zur eingesetzten F‑Peripherie). Um dabei die Reaktionszeit nicht durch die Diskrepanzzeit zu beeinflussen, müssen Sie bei der Projektierung für das Diskrepanzverhalten "0-Wert bereitstellen" parametrieren. Wird eine Diskrepanz erkannt, wird für den Taster Ersatzwert 0 ins Prozessabbild der Eingänge (PAE) eingetragen und im zugehörigen F‑Peripherie-DB QBAD bzw. QBAD_I_xx = 1 gesetzt. (Siehe auch F-Peripheriezugriff)
Parameter
Die folgende Tabelle zeigt die Parameter der Anweisung:
|
Parameter |
Deklaration |
Datentyp |
Beschreibung |
|---|---|---|---|
|
IN1 |
Input |
BOOL |
Taster 1 |
|
IN2 |
Input |
BOOL |
Taster 2 |
|
DISCTIME |
Input |
TIME |
Diskrepanzzeit (0 ... 500 ms) |
|
Q |
Output |
BOOL |
1=Freigabe |
Zeitliche Unschärfe, die durch den Aktualisierungszeitpunkt und die Toleranz der in der Anweisung verwendeten Zeitbasis entsteht
Beachten Sie dazu das Kapitel "Zeitliche Unschärfe bei Anweisungen mit Zeitverarbeitung".
Beispiel
Das folgende Beispiel zeigt die Funktionsweise der Anweisung: