Beschreibung
Diese Anweisung realisiert eine Rückführkreisüberwachung.
Hierzu wird der Signalzustand des Ausgangs Q mit dem inversen Signalzustand des Rückleseeingangs FEEDBACK auf Gleichheit überprüft.
Der Ausgang Q wird auf 1 gesetzt, sobald der Eingang ON = 1 ist. Voraussetzung hierfür ist, dass der Rückleseeingang FEEDBACK = 1 ist und kein Rücklesefehler gespeichert ist.
Der Ausgang Q wird auf 0 zurückgesetzt, sobald der Eingang ON = 0 ist oder wenn ein Rücklesefehler erkannt wird.
Ein Rücklesefehler ERROR = 1 wird erkannt, wenn der inverse Signalzustand des Rückleseeingangs FEEDBACK (zum Ausgang Q) nicht innerhalb der maximal tolerierbaren Rücklesezeit FDB_TIME dem Signalzustand des Ausgangs Q folgt. Der Rücklesefehler wird gespeichert.
Wird nach einem Rücklesefehler zwischen dem Rückleseeingang FEEDBACK und dem Ausgang Q eine Diskrepanz erkannt, erfolgt die Quittierung des Rücklesefehlers abhängig von der Parametrierung von ACK_NEC:
-
Bei ACK_NEC = 0 erfolgt eine automatische Quittierung.
-
Bei ACK_NEC = 1 müssen Sie den Rücklesefehler durch eine steigende Flanke am Eingang ACK quittieren.
Durch den Ausgang ACK_REQ = 1 wird dann signalisiert, dass zur Quittierung des Rücklesefehlers eine Anwenderquittierung am Eingang ACK erforderlich ist. Nach erfolgter Quittierung setzt die Anweisung ACK_REQ auf 0 zurück.
Damit bei einer Passivierung der vom Ausgang Q angesteuerten F-Peripherie kein Rücklesefehler erkannt wird und keine Quittierung erforderlich ist, müssen Sie den Eingang QBAD_FIO mit dem QBAD-Signal der zugehörigen F-Peripherie bzw. QBAD_O_xx-Signal/dem invertierten Wertstatus des zugehörigen Kanals versorgen.
Jedem Aufruf der Anweisung "Rückführkreisüberwachung" muss ein Datenbereich zugeordnet werden, in dem die Anweisungsdaten gespeichert werden. Dazu wird beim Einfügen der Anweisung im Programm automatisch der Dialog "Aufrufoptionen" geöffnet, in dem Sie einen Datenbaustein (Einzelinstanz) (z. B. FDBACK_DB_1) oder eine Multiinstanz (z. B. FDBACK_Instance_1) für die Anweisung "Rückführkreisüberwachung" erstellen können. Nach dem Erstellen finden Sie den neuen Datenbaustein in der Projektnavigation im Ordner "STEP 7 Safety" unter "Programmbausteine > Systembausteine" oder die Multiinstanz als lokale Variable im Abschnitt "Static" der Schnittstelle des Bausteins. Weitere Informationen dazu finden Sie in der Hilfe zu STEP 7.
Die Beschaltung des Freigabeeingangs "EN" bzw. des Freigabeausgangs "ENO" ist nicht möglich. Somit wird die Anweisung (unabhängig vom Signalzustand am Freigabeeingang "EN") immer ausgeführt.
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Warnung |
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Die Parametrierung der Variablen ACK_NEC mit dem Wert "0" ist nur dann erlaubt, wenn ein automatischer Wiederanlauf des betreffenden Prozesses anderweitig ausgeschlossen wird. (S033) |
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Parameter
Die folgende Tabelle zeigt die Parameter der Anweisung:
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Parameter |
Deklaration |
Datentyp |
Beschreibung |
|---|---|---|---|
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ON |
Input |
BOOL |
1=Ausgang einschalten |
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FEEDBACK |
Input |
BOOL |
Rückleseeingang |
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QBAD_FIO |
Input |
BOOL |
QBAD-Signal der F‑Peripherie bzw. QBAD_O_xx-Signal/invertierter Wertstatus des Kanals des Ausgangs Q |
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ACK_NEC |
Input |
BOOL |
1=Quittierung erforderlich |
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ACK |
Input |
BOOL |
Quittierung |
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FDB_TIME |
Input |
TIME |
Rücklesezeit |
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Q |
Output |
BOOL |
Ausgang |
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ERROR |
Output |
BOOL |
Rücklesefehler |
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ACK_REQ |
Output |
BOOL |
Quittieranforderung |
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DIAG |
Output |
BYTE |
Nicht fehlersichere Serviceinformation |
Anweisungsversionen
Für diese Anweisung stehen mehrere Versionen zur Verfügung:
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Version |
S7-300/400 |
S7-1200 G1 |
S7-1200 G2 |
S7-1500 |
Funktion |
|---|---|---|---|---|---|
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1.0 |
x |
— |
— |
— |
Die Version 1.0 setzt voraus, dass der Baustein F_TOF mit der Nummer FB 186 in der Projektnavigation im Ordner "Programmbausteine / Systembausteine / STEP 7 Safety" vorhanden ist. Bei der Migration von Projekten, die mit S7 Distributed Safety V5.4 SP5 erstellt wurden, wird automatisch die Version 1.0 der Anweisung verwendet. Wenn Sie ein migriertes Sicherheitsprogramm mit STEP 7 Safety Advanced erstmalig übersetzen wollen, empfehlen wir Ihnen, zuvor die Version der Anweisung auf die höchste verfügbare Version umzustellen. Sie vermeiden damit Nummernkonflikte. |
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1.1 |
x |
— |
— |
— |
Diese Versionen sind funktional identisch zur Version 1.0, setzen jedoch keine bestimmte Nummer des Bausteins F_TOF voraus. |
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1.2 |
x |
— |
— |
o |
|
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1.3 |
x |
o |
— |
o |
|
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1.4 |
x |
o |
— |
o |
|
|
1.5 |
x |
x |
x |
x |
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Beim Anlegen einer neuen F-CPU mit STEP 7 Safety ist automatisch die höchste für die angelegte F-CPU verfügbare Version voreingestellt.
Weitere Informationen zur Verwendung von Anweisungsversionen erhalten Sie in der Hilfe zu STEP 7 unter "Anweisungsversionen verwenden".
Verschaltungsbeispiel
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① |
geht an den Eingang FEEDBACK der Anweisung |
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② |
von Ausgang Q der Anweisung |
Ausgang DIAG
Am Ausgang DIAG wird eine nicht fehlersichere Information über aufgetretene Fehler für Servicezwecke zur Verfügung gestellt. Sie können diese über Bedien- und Beobachtungssysteme auslesen oder ggf. in Ihrem Standard-Anwenderprogramm auswerten. Die DIAG-Bits 0, 2 und 5 bleiben gespeichert, bis Sie am Eingang ACK quittieren.
Aufbau von DIAG
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Bit Nr. |
Belegung |
Mögliche Fehlerursachen |
Abhilfemaßnahmen |
|---|---|---|---|
|
Bit 0 |
Rücklesefehler oder falsche Rücklesezeit eingestellt |
Rücklesezeit < 0 eingestellt |
Rücklesezeit > 0 einstellen |
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Rücklesezeit zu niedrig eingestellt |
ggf. höhere Rücklesezeit einstellen |
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Verdrahtungsfehler |
Verdrahtung des Aktors und des Rücklesekontakts überprüfen |
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Aktor oder Rücklesekontakt defekt |
Aktor und Rücklesekontakt prüfen |
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Peripherie- oder Kanalfehler des Rückleseeingangs |
Peripherie überprüfen |
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Bit 1 |
Passivierung der vom Ausgang Q angesteuerten F‑Peripherie/des Kanals (= Zustand von QBAD_FIO) |
F‑Peripheriefehler, Kanalfehler oder Kommunikationsfehler oder Passivierung über PASS_ON der F‑Peripherie |
Abhilfe siehe Abschnitt "Aufbau von DIAG", Bits 0 bis 6 unter DIAG |
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Bit 2 |
nach Rücklesefehler: Rückleseeingang hat permanent Signalzustand 0 |
Peripheriefehler oder Kanalfehler des Rückleseeingangs |
Peripherie überprüfen |
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Rücklesekontakt defekt |
Rücklesekontakt prüfen |
||
|
F‑Peripheriefehler, Kanalfehler oder Kommunikationsfehler oder Passivierung über PASS_ON der F‑Peripherie des Rückleseeingangs |
Abhilfe siehe Abschnitt "Aufbau von DIAG", Bits 0 bis 6 unter DIAG |
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Bit 3 |
Reserve |
— |
— |
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Bit 4 |
Reserve |
— |
— |
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Bit 5 |
bei Rücklesefehler: Eingang ACK hat permanent Signalzustand 1 |
Quittiertaster defekt |
Quittiertaster prüfen |
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Verdrahtungsfehler |
Verdrahtung des Quittiertasters überprüfen |
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Bit 6 |
Quittierung erforderlich |
— |
— |
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Bit 7 |
Zustand Ausgang Q |
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Zeitliche Unschärfe, die durch den Aktualisierungszeitpunkt und die Toleranz der in der Anweisung verwendeten Zeitbasis entsteht
Beachten Sie dazu das Kapitel "Zeitliche Unschärfe bei Anweisungen mit Zeitverarbeitung".
Beispiel
Das folgende Beispiel zeigt die Funktionsweise der Anweisung für F-CPUs S7-300/400:
Das folgende Beispiel zeigt die Funktionsweise der Anweisung für F-CPUs S7-1200/1500: