FDBACK: Rückführkreisüberwachung (STEP 7 Safety V20) - Safety

Anweisungen STEP 7 Safety V20

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Anweisungen STEP 7 Safety V20
Product
Safety
Version
V20
Publication date
10/2024
Language
de-DE
FDBACK: Rückführkreisüberwachung (STEP 7 Safety V20)

Beschreibung

Diese Anweisung realisiert eine Rückführkreisüberwachung.

Hierzu wird der Signalzustand des Ausgangs Q mit dem inversen Signalzustand des Rückleseeingangs FEEDBACK auf Gleichheit überprüft.

Der Ausgang Q wird auf 1 gesetzt, sobald der Eingang ON = 1 ist. Voraussetzung hierfür ist, dass der Rückleseeingang FEEDBACK = 1 ist und kein Rücklesefehler gespeichert ist.

Der Ausgang Q wird auf 0 zurückgesetzt, sobald der Eingang ON = 0 ist oder wenn ein Rücklesefehler erkannt wird.

Ein Rücklesefehler ERROR = 1 wird erkannt, wenn der inverse Signalzustand des Rückleseeingangs FEEDBACK (zum Ausgang Q) nicht innerhalb der maximal tolerierbaren Rücklesezeit FDB_TIME dem Signalzustand des Ausgangs Q folgt. Der Rücklesefehler wird gespeichert.

Wird nach einem Rücklesefehler zwischen dem Rückleseeingang FEEDBACK und dem Ausgang Q eine Diskrepanz erkannt, erfolgt die Quittierung des Rücklesefehlers abhängig von der Parametrierung von ACK_NEC:

  • Bei ACK_NEC = 0 erfolgt eine automatische Quittierung.

  • Bei ACK_NEC = 1 müssen Sie den Rücklesefehler durch eine steigende Flanke am Eingang ACK quittieren.

Durch den Ausgang ACK_REQ = 1 wird dann signalisiert, dass zur Quittierung des Rücklesefehlers eine Anwenderquittierung am Eingang ACK erforderlich ist. Nach erfolgter Quittierung setzt die Anweisung ACK_REQ auf 0 zurück.

Damit bei einer Passivierung der vom Ausgang Q angesteuerten F-Peripherie kein Rücklesefehler erkannt wird und keine Quittierung erforderlich ist, müssen Sie den Eingang QBAD_FIO mit dem QBAD-Signal der zugehörigen F-Peripherie bzw. QBAD_O_xx-Signal/dem invertierten Wertstatus des zugehörigen Kanals versorgen.

Jedem Aufruf der Anweisung "Rückführkreisüberwachung" muss ein Datenbereich zugeordnet werden, in dem die Anweisungsdaten gespeichert werden. Dazu wird beim Einfügen der Anweisung im Programm automatisch der Dialog "Aufrufoptionen" geöffnet, in dem Sie einen Datenbaustein (Einzelinstanz) (z. B. FDBACK_DB_1) oder eine Multiinstanz (z. B. FDBACK_Instance_1) für die Anweisung "Rückführkreisüberwachung" erstellen können. Nach dem Erstellen finden Sie den neuen Datenbaustein in der Projektnavigation im Ordner "STEP 7 Safety" unter "Programmbausteine > Systembausteine" oder die Multiinstanz als lokale Variable im Abschnitt "Static" der Schnittstelle des Bausteins. Weitere Informationen dazu finden Sie in der Hilfe zu STEP 7.

Die Beschaltung des Freigabeeingangs "EN" bzw. des Freigabeausgangs "ENO" ist nicht möglich. Somit wird die Anweisung (unabhängig vom Signalzustand am Freigabeeingang "EN") immer ausgeführt.

Warnung

Die Parametrierung der Variablen ACK_NEC mit dem Wert "0" ist nur dann erlaubt, wenn ein automatischer Wiederanlauf des betreffenden Prozesses anderweitig ausgeschlossen wird. (S033)

Parameter

Die folgende Tabelle zeigt die Parameter der Anweisung:

Parameter

Deklaration

Datentyp

Beschreibung

ON

Input

BOOL

1=Ausgang einschalten

FEEDBACK

Input

BOOL

Rückleseeingang

QBAD_FIO

Input

BOOL

QBAD-Signal der F‑Peripherie bzw. QBAD_O_xx-Signal/invertierter Wertstatus des Kanals des Ausgangs Q

ACK_NEC

Input

BOOL

1=Quittierung erforderlich

ACK

Input

BOOL

Quittierung

FDB_TIME

Input

TIME

Rücklesezeit

Q

Output

BOOL

Ausgang

ERROR

Output

BOOL

Rücklesefehler

ACK_REQ

Output

BOOL

Quittieranforderung

DIAG

Output

BYTE

Nicht fehlersichere Serviceinformation

Anweisungsversionen

Für diese Anweisung stehen mehrere Versionen zur Verfügung:

Version

S7-300/400

S7-1200 G1

S7-1200 G2

S7-1500

Funktion

1.0

x

Die Version 1.0 setzt voraus, dass der Baustein F_TOF mit der Nummer FB 186 in der Projektnavigation im Ordner "Programmbausteine / Systembausteine / STEP 7 Safety" vorhanden ist.

Bei der Migration von Projekten, die mit S7 Distributed Safety V5.4 SP5 erstellt wurden, wird automatisch die Version 1.0 der Anweisung verwendet. Wenn Sie ein migriertes Sicherheitsprogramm mit STEP 7 Safety Advanced erstmalig übersetzen wollen, empfehlen wir Ihnen, zuvor die Version der Anweisung auf die höchste verfügbare Version umzustellen. Sie vermeiden damit Nummernkonflikte.

1.1

x

Diese Versionen sind funktional identisch zur Version 1.0, setzen jedoch keine bestimmte Nummer des Bausteins F_TOF voraus.

1.2

x

o

1.3

x

o

o

1.4

x

o

o

1.5

x

x

x

x

Beim Anlegen einer neuen F-CPU mit STEP 7 Safety ist automatisch die höchste für die angelegte F-CPU verfügbare Version voreingestellt.

Weitere Informationen zur Verwendung von Anweisungsversionen erhalten Sie in der Hilfe zu STEP 7 unter "Anweisungsversionen verwenden".

Verschaltungsbeispiel

geht an den Eingang FEEDBACK der Anweisung

von Ausgang Q der Anweisung

Ausgang DIAG

Am Ausgang DIAG wird eine nicht fehlersichere Information über aufgetretene Fehler für Servicezwecke zur Verfügung gestellt. Sie können diese über Bedien- und Beobachtungssysteme auslesen oder ggf. in Ihrem Standard-Anwenderprogramm auswerten. Die DIAG-Bits 0, 2 und 5 bleiben gespeichert, bis Sie am Eingang ACK quittieren.

Aufbau von DIAG

Bit Nr.

Belegung

Mögliche Fehlerursachen

Abhilfemaßnahmen

Bit 0

Rücklesefehler oder falsche Rücklesezeit eingestellt
(= Zustand von ERROR)

Rücklesezeit < 0 eingestellt

Rücklesezeit > 0 einstellen

Rücklesezeit zu niedrig eingestellt

ggf. höhere Rücklesezeit einstellen

Verdrahtungsfehler

Verdrahtung des Aktors und des Rücklesekontakts überprüfen

Aktor oder Rücklesekontakt defekt

Aktor und Rücklesekontakt prüfen

Peripherie- oder Kanalfehler des Rückleseeingangs

Peripherie überprüfen

Bit 1

Passivierung der vom Ausgang Q angesteuerten F‑Peripherie/des Kanals (= Zustand von QBAD_FIO)

F‑Peripheriefehler, Kanalfehler oder Kommunikationsfehler oder Passivierung über PASS_ON der F‑Peripherie

Abhilfe siehe Abschnitt "Aufbau von DIAG", Bits 0 bis 6 unter DIAG

Bit 2

nach Rücklesefehler: Rückleseeingang hat permanent Signalzustand 0

Peripheriefehler oder Kanalfehler des Rückleseeingangs

Peripherie überprüfen

Rücklesekontakt defekt

Rücklesekontakt prüfen

F‑Peripheriefehler, Kanalfehler oder Kommunikationsfehler oder Passivierung über PASS_ON der F‑Peripherie des Rückleseeingangs

Abhilfe siehe Abschnitt "Aufbau von DIAG", Bits 0 bis 6 unter DIAG

Bit 3

Reserve

Bit 4

Reserve

Bit 5

bei Rücklesefehler: Eingang ACK hat permanent Signalzustand 1

Quittiertaster defekt

Quittiertaster prüfen

Verdrahtungsfehler

Verdrahtung des Quittiertasters überprüfen

Bit 6

Quittierung erforderlich
(= Zustand von ACK_REQ)

Bit 7

Zustand Ausgang Q

Zeitliche Unschärfe, die durch den Aktualisierungszeitpunkt und die Toleranz der in der Anweisung verwendeten Zeitbasis entsteht

Beachten Sie dazu das Kapitel "Zeitliche Unschärfe bei Anweisungen mit Zeitverarbeitung".

Beispiel

Das folgende Beispiel zeigt die Funktionsweise der Anweisung für F-CPUs S7-300/400:

Das folgende Beispiel zeigt die Funktionsweise der Anweisung für F-CPUs S7-1200/1500: